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PRP (Platelet Rich Plasma)

PRP steht für Platelet Rich Plasma oder einfach, Thrombozytenkonzentrat. Die Thrombozytentherapie hat sich sowohl in der Tiermedizin, als auch in der Humanmedizin zur Behandlung von schlecht durchblutetem Gewebe etabliert. In der Orthopädie wird sie zur Behandlung von Arthrosen sowie zur Therapie von Sehnenschäden eingesetzt. Die Thrombozyten sind die kleinsten Blutzellen. Bei Verletzungen werden diese aktiviert und schütten spezielle Botenstoffe und Wachstumsfaktoren aus, wodurch die Wundheilung organisiert wird.

Die Thrombozytentherapie unterstützt auf natürliche Art und Weise die körpereigene Regeneration:

  • Bildung von neuem Gewebe
  • Bildung von neuen Blutgefäßen
  • Stoppen der Blutung
  • Hemmung der Entzündung
  • Schmerzstillung

Thrombozytenbehandlung beim Hund

Beim Hund findet die PRP-Therapie häufig zur Behandlung der Osteoarthrose Anwendung. Osteoarthrosen sind in der Regel nicht entzündliche Gelenkserkrankungen, die vorwiegend durch den Abbau von Knorpelgewebe gekennzeichnet sind.

Die PRP-Therapie ist in relativ kurzer Zeit durchzuführen. Als erstes erfolgt die Blutentnahme, die bei kooperativen Hunden einfach durchzuführen ist. Anschließend wird mit einem Filtersystem das Thrombozytenkonzentrat aufbereitet. Ungefähr 20 Minuten später kann bereits das Thrombozytenaggregat in das betroffene Gelenk oder die betroffene Sehne gegeben werden.

Da die Gelenksinjektion unter absolut sterilen Umständen erfolgen muss, sollte unter Umständen eine Sedation des Tieres erfolgen.

Praxisstudien haben ergeben, dass die Mehrzahl der Hunde mit Lahmheiten, die durch Osteoarthrosen verursacht wurden und mit PRP behandelt wurden, innerhalb des ersten Monats nach der Behandlung eine deutliche Besserung der Lahmheit zeigten. Die Ergebnisse zeigten auch, dass die Besserung auch mindestens sechs Monate anhielt.

Die PRP-Therapie kann auch zu besseren Resultaten insbesondere nach Kreuzbandoperationen oder nach Ellenbogenoperationen führen, da gerade diese Patienten in der Regel hochgradige Knorpelschäden zeigen.

Das bedeutet einen deutlichen Fortschritt gegenüber einfachen Therapien mit Hyaluronsäure. Ebenfalls sollten solche Behandlungen immer Vorrang haben gegenüber dauerhaften Medikationen mit steroidalen und nichtsteroidalen Entzündungshemmern, welche langfristig immer Nebenwirkungen auf den gesamten Organismus haben.

Thrombozytenbehandlung beim Pferd

Beim Pferd findet die PRP-Therapie ebenfalls bei Sehnen- und auch Gelenkknorpelschäden Anwendung. Sowohl bei Sport- als auch bei Freizeitpferden bedeuten Sehnen- und auch Gelenksschäden häufig, lange Zeiten des Nichteinsatzes des Pferdes. Nach langwierigen Heilungsphasen repariert der Körper Defekte nur mit qualitativ schlechtem Narbengewebe, welches in seiner Belastbarkeit stark eingeschränkt ist. Insbesondere in der Zeit des Anarbeitens der Pferde stellt sich schnell der „Frust“ ein, weil der Reiter erkennt, dass die Lahmheit rezidiviert bzw. bei Sehnenschäden das Bein wieder „dick wird“. Hat man beispielsweise bei einer Sehnenverletzung zum Anfang nur einen Verband angelegt und orale Schmerzmittel verabreicht, ist bis zum Zeitpunkt der Wiederaufnahme der Arbeit schon wertvolle Zeit verstrichen, da nun bereits der Körper qualitativ minderwertiges Narbengewebe gebildet hat . Aus diesem Grund sollte gerade der akuten Phase einer Verletzung mehr Aufmerksamkeit geschenkt werden, da hier die Weichen für einen zukünftigen Einsatz des Pferdes sowohl als Sport- als auch Freizeitpferd gestellt werden.

Wie im oberen Abschnitt beschrieben, werden mit der PRP-Therapie die natürlichen körpereigenen Regenerationskräfte genutzt und eine schnelle und zumindest weitgehend narbenfreie Heilung gefördert. Zudem zeigt diese Therapie eine gute Verträglichkeit.

Die PRP-Therapie kann bei ordentlichen Stallverhältnissen vor Ort durchgeführt werden. Der PRP-Therapie sollte immer eine gründliche Lahmheitsuntersuchung vorangehen (s. Lahmheitsuntersuchungen). Dazu gehören in der Regel diagnostische Anästhesien, um die Lahmheitsursache zu lokalisieren sowie Röntgenuntersuchungen bzw. Ultraschalluntersuchungen, welche nur von einem erfahrenen Untersucher durchgeführt werden sollten.

Keine PRP-Therapie ohne entsprechende Diagnose!

Nach Lokalisation des Defektes wird dem Patienten Blut aus der Drosselvene entnommen und in einem speziellen Set unter sterilen Bedingungen aufbereitet. Nach ungefähr 30 Minuten kann dem Pferd beispielsweise in die defekte Sehne das PRP-Präparat verabreicht werden. Auch das sollte unter sterilen Bedingungen und gegebenenfalls die Injektion unter Ultraschallkontrolle erfolgen. Es besteht auch die Möglichkeit die gewonnene Menge des PRP-Präparats zu teilen und die zweite Hälfte einzufrieren und zu einem späteren Zeitpunkt zu verabreichen. Die Injektionsstelle sollte unter Verband gehalten werden. Das Pferd sollte für eine gewisse Dauer nur nach Rücksprache mit dem Tierarzt bewegt werden.

Die Erfahrung zeigt, dass Sehnenschäden nur bei einem guten Management zwischen Tierbesitzer und dem Tierarzt zum Erfolg kommen können (dazu etwas mehr unter Lahmheiten und Anarbeiten der Pferde nach Verletzungen).

Orthokin / IRAP-Therapie

In der Humanmedizin wird die IRAP-Therapie seit einigen Jahren angewandt. In unserer Pferdepraxis wenden wir IRAP bereits seit dem Jahr 2006 an und können somit den Verlauf verschiedenster Arten sowohl von verletzungsbedingten als auch chronisch-entzündlichen Sehnen- und Gelenkserkrankungen zurückverfolgen. Die Orthokin bzw. IRAP-Therapie bei jeder Art und in jeder Phase einer Gelenkentzündung verwendet werden. Die bisher genutzten Medikamente werden nach wie vor in einem akuten Zustand einer Gelenkentzündung angewendet. Aufwand und Kosten der IRAP°-Therapie rechtfertigen ihren Einsatz insbesondere bei Versagen der initial konservativen Therapie. Das heißt: Wenn das erkrankte Gelenk mit „regulären“ Medikamenten ohne Erfolg vorbehandelt wurde, oder sich die Entzündung verschlimmert, können wir auf diese neue Therapie zurückgreifen.

Wirkungsprinzip

Nachdem der verantwortliche Stoff für die Vermittlung der Entzündung identifiziert worden war (Interleukin 1), konnten Forscher auch den körpereigenen Stoff finden, der eine ausgeprägte Entzündungshemmung bewirkt und dadurch die Regeneration des geschädigten Gewebes unterstützt. Dieser Stoff, bei dem es sich um ein körpereigenes Protein handelt, wurde als Interleukin 1- Rezeptorantagonist (kurz IL-1RA) bezeichnet, da dieses Protein die Wirkung des Interleukins hemmt. Diese Erkenntnis des Gegenspieler-Prinzips macht man sich zu Nutze, um diese Anti-Interleukin-Therapie zu entwickeln.

Die in unserer Praxis seit 2006 vorhandene Laboreinheit ermöglicht es uns, unsere Patienten mit dieser hochwirksamen entzündungshemmenden Methode zu behandeln. Die Behandlung zeichnet sich durch eine sehr gute Verträglichkeit aus, da körpereigene Wirkstoffe verabreicht werden.

Bei der IRAP-Therapie werden dem Pferd mit einer Spezialspritze 50 ml Blut aus der Halsvene unter aseptischen Bedingungen entnommen. In einem speziellen Verfahren wird die Konzentration von eigenem Interleukin Rezeptor Antagonist IL-1RA und verschiedenen Wachstumsfaktoren erhöht. Dieser Prozess findet innerhalb von 24 h in einem Wärmeschrank statt. Das anschließend gewonnene Serum wird mit Hilfe steriler Filter gereinigt und portionsweise in einzelnen Spritzen aufgezogen. Die zu injizierende Serummenge richtet sich nach der Gelenkgröße und den vorhandenen Knorpelschäden. Das Serum wird unter aseptischen Bedingungen in das zu therapierende Gelenk injiziert. Eingefroren können die restlichen Proben bis zu sieben Monate gelagert werden, so dass Wiederholungen der Injektionen problemlos möglich sind.

Auch hier gilt, wie bei der PRP-Therapie beschrieben, keine Therapie ohne vorhergehende Lahmheitsdiagnostik!

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